upcycling mode

Projektarbeit 11. und 12. Klasse

Selbstgeschneiderte Kleidung mit einer eigenen Geschichte: Mode, die man mit gutem Gewissen tragen kann. Das waren meine ersten Gedanken zur Projektarbeit in der 11. Klasse.

Die Projektarbeiten sind an der Überlinger Waldorfschule fester Bestandteil der Oberstufe und Zugangsvoraussetzung zu den Abschlussprüfungen. Die Schülerinnen und Schüler in den elften Klassen erarbeiten ein Projektthema unabhängig von den Inhalten des Unterrichts in der Oberstufe, dies ermöglicht eine große Vielfalt an unterschiedlichsten Themen. Passend zum Thema suchen sich die Schülerinnen und Schüler eine Person, die das Projekt im Laufe des Jahres begleiten wird und Unterstützung bietet, sofern dies notwendig ist. Man beschäftigt sich also weitestgehend selbständig mit seinem Thema und setzt sich mit erarbeiteten Fragestellungen auseinander. Die Arbeit setzt sich meistens aus einer theoretischen Arbeit, die in Form eines Buches ausgestellt wird und einem praktischen oder experimentellen Teil zusammen. Ende Januar werden die Projekte der einzelnen Schüler und Schülerinnen in Form von internen und öffentlichen Präsentationen vorgestellt, die Bücher werden ausgestellt und es gibt Bühnenpräsentationen zu den Themen Tanz, Theater, Musik.

Im Rahmen der  Projektarbeiten beschäftigte ich mich mit den Problemen der heutigen Textilindustrie, Alternativen bezüglich des Kleiderkonsums, verschiedene Design-Konzepte und nachhaltig arbeitende Textilfirmen. Im praktischen Bereich beschäftigte ich mich mit dem Thema Upcycling. Hierfür entwarf und nähte ich eine eigene kleine Kollektion von Rucksäcken und Taschen aus Segel, Persenning und LKW-Plane und Mäntel aus Persenning. Für mich war es wichtig einfache Schnitte zu entwerfen und Materialien zu verwenden, die eigentlich Müll wären. Außerdem wollte ich nichts für den Schrank oder die Kleiderstange nähen und nähte daher jeden Rucksack oder Mantel für Freunde oder Bekannte und ging auf deren Wünsche ein, sodass jedes Teil von Anfang an einen zukünftigen Besitzer hatte und ich somit Modells für die Modenschau am Ende des Projektjahres hatte.

Die Modenschau am Ende des Projektjahres war eine große Herausforderung und schwerer als ich es erwartet hatte. Zusammen mit einer Mitschülerin, die ebenfalls geschneidert hatte erarbeitete ich eine Choreographie, die wir dann mit unseren Modells einstudierten. Ich habe gemerkt, dass es gar nicht einfach ist, Regie zu führen und sich auf dem Laufsteg zu bewegen. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir alle sehr viel Spaß und ganz spontane Ideen, sodass ich jetzt im Nachhinein über diese Erfahrung sehr glücklich bin.

Wenn Sie mehr über meine Projektarbeit erfahren möchten, können Sie gerne mein Projektbuch lesen.